Achtung, Kind im Auto – so zuverlässig sind Erkennungssysteme
Posted by: Mario Borri
Immer mehr Autos sind mit Child Presence Detection-Systemen ausgerüstet, die warnen, wenn ein Kind im Auto verbleibt. Gerade bei Neugeborenen zeigen sich noch Schwächen.
Bei hohen Temperaturen ist das Risiko besonders gross: Bleibt ein Kind zu lange im abgeschlossenen Auto, drohen gesundheitliche Schäden, die bis zum Tod führen können. Stark gefährdet sind insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, da sie ihre Körpertemperatur nicht selber regulieren können und sich nicht selber aus dem Fahrzeug befreien können.
Direkte und indirekte Systeme
Eine Untersuchung des deutschen Mobilitätsclubs ADAC hat nun die unterschiedlichen Systeme geprüft und auf ihre Wirksamkeit getestet. Unter den CPD gibt es indirekte und direkte Systeme. Indirekt arbeitende Systeme werten Informationen aus dem Fahrbetrieb aus. Direkt messende Systeme nutzen Sensoren im Fahrzeuginnern, um Bewegungen zu erkennen, darunter auch Atembewegungen schlafender Kinder.
Schwächen bei Neugeborenen
Alle erkannten den Dummy des einjährigen Kindes. Anspruchsvoller war die Erkennung des neugeborenen Dummys in der rückwärts gerichteten Sitzschale. Keines der direkten Systeme konnte den Dummy zuverlässig erkennen. Grundsätzlich zeigte die Untersuchung, dass die Systeme ein gutes Schutzpotenzial aufweisen.
Unterschiede bei den Reaktionen
Einige Systeme beschränken sich auf einen Hinweis im Fahrzeugdisplay. Andere gehen deutlich weiter und aktivieren zusätzlich Warnblinker, Hupe oder Alarmfunktionen.
Verantwortung bleibt
Klar ist aber auch, dass technische Systeme nie die Verantwortung der Betreuungspersonen ersetzen. Der TCS rät, dass Kinder grundsätzlich nie – auch nicht für wenige Minuten – unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückgelassen werden sollten. Bereits bei moderaten Aussentemperaturen kann sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit auf Werte erhitzen, die für Kinder sowie für Tiere lebensgefährlich sind.



