Milliarden-Angebot für Ducati: Italienische Holding klopft bei Audi an
Posted by: Mario Borri
Ducati ist eine italienische Motorrad-Ikone, die sich im Besitz des Volkswagen-Konzerns befindet. Gemäss einer Meldung von autohaus.de wollen Investoren den Hersteller wieder zu einer rein italienischen Marke machen.
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Die italienische Investmentgesellschaft Patritalia will Ducati vom Volkswagen-Konzern übernehmen. Wie autohaus.de berichtet, hat die erst 2025 gegründete Holding nach eigenen Angaben Audi ein Angebot über 2,5 Milliarden Euro für sämtliche Anteile an dem Motorradhersteller unterbreitet. Ducati bestätigt das Angebot zwar nicht, dementiert eine mögliche Veräusserung aber auch nicht grundsätzlich.
Wie aus einer von Patritalia veröffentlichten Dokumentation hervorgeht, bekundete das Unternehmen erstmals am 1. Juni offiziell sein Übernahmeinteresse. Audi antwortete darauf am 22. Juni. Den Inhalt des beigefügten Schreibens macht Patritalia zwar nicht öffentlich, bestätigt in seiner anschliessenden Korrespondenz jedoch selbst, dass Ducati derzeit nicht zum Verkauf stehe.
Trotzdem reichte die Holding am 25. Juni ein sogenanntes indikatives Angebot über 2,5 Milliarden Euro ein. Die Summe soll bei Abschluss eines Kaufvertrags und Übertragung der Anteile vollständig in bar gezahlt werden. Steuern, Schulden und sonstige Verpflichtungen Ducatis sind ausdrücklich nicht Teil des genannten Kaufpreises. Einen Finanzierungsnachweis stellte Patritalia für den Fall in Aussicht, dass Audi Gespräche aufnehmen sollte.
Das ursprünglich bis zum 31. Juli gültige Angebot sollte nach Vorstellung des Interessenten eine Übernahme bis Ende 2026 ermöglichen. Patritalia erklärt nun, es bei Bedarf verlängern zu wollen. Das Unternehmen verfolgt nach eigener Darstellung das Ziel, bedeutende italienische Marken aus ausländischem Besitz zurückzuholen.
Ducati wollte sich gegenüber autohaus.de weder zu dem Angebot noch zu möglichen Verkaufsüberlegungen konkret äussern. Laufende Bewertungen und hypothetische Szenarien kommentiere man grundsätzlich nicht, teilte das Unternehmen mit. Ducati sei ein starkes und erfolgreiches Unternehmen, Portfolioüberprüfungen seien Teil einer verantwortungsvollen Konzernsteuerung. «Aktuell wurde keine Entscheidung hinsichtlich eines Verkaufs von Ducati getroffen», heisst es gemäss autohaus.de in der Stellungnahme. Damit ist die Abgabe eines Angebots durch Patritalia dokumentiert, nicht jedoch eine Verkaufsabsicht des Volkswagen-Konzerns.



