03.11.2026

AXA Statistik: Kosten für Autoschäden stark gestiegen

Die Kosten für Motorfahrzeugschäden sind in den letzten sechs Jahren deutlich gestiegen, wie eine neue Auswertung der AXA zeigt. Der durchschnittliche Kollisionsschaden belief sich im letzten Jahr auf 3450 Franken – fast ein Viertel mehr als 2019. Haupttreiber sind die in Autos verbauten Hightech-Komponenten.

AXA Statistik: Kosten für Autoschäden stark gestiegen

Ein Kollisionsschaden, also ein Schaden am eigenen Fahrzeug in Folge eines Zusammenstosses, belief sich bei der AXA im Jahr 2025 auf durchschnittlich rund 3450 Franken. Das sind 24 Prozent mehr als 2019, als er im Durchschnitt 2790 Franken kostete. Weil die Durchschnittskosten steigen, die Frequenz (Anteil Schäden verglichen mit den bei der AXA versicherten Fahrzeugen) aber gleichzeitig konstant bleibt, steigen auch die Gesamtschadenkosten deutlich: Insgesamt bezahlte die AXA, die grösste Motorfahrzeugversicherung der Schweiz, im vergangenen Jahr allein für Kollisionsschäden über 220 Millionen Franken.

 

Besonders deutlich zeigt sich die Kostensteigerung bei Scheinwerfern: Im Jahr 2019 bezahlte die AXA für den Ersatz eines Scheinwerfers im Durchschnitt rund 900 Franken, im letzten Jahr waren es mehr als 1400 Franken – ein Anstieg von über 50 Prozent innerhalb von sechs Jahren. Auch bei den Frontscheiben ist die Erhöhung markant: 2019 kostete der Ersatz einer Windschutzscheibe 670 Franken. Sechs Jahre später sind es 870 Franken und damit 30 Prozent mehr.

 

«Moderne Fahrzeuge sind mit zahlreichen Sensoren und Kameras ausgestattet. Diese komplexen Bauteile zu reparieren und insbesondere zu ersetzen, ist aufwendig und kostspielig», erklärt Michael Villiger, Leiter Schaden Motorfahrzeuge und Mitglied des AXA Kompetenzzentrums Mobilität. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn Fahrassistenzsysteme nach einer Reparatur oder einem Austausch neu eingestellt, beziehungsweise kalibriert werden müssen. Hinzu kommt die allgemeine Teuerung, welche die Ersatzteil- und Reparaturkosten zusätzlich erhöht.

 

Die AXA ergreift verschiedene Massnahmen, um den steigenden Kosten bei Motorfahrzeugschäden entgegenzuwirken. Gemeinsam mit dem Garagengewerbe setzt sie sich dafür ein, dass beschädigte Autoteile, wenn immer möglich, repariert statt ersetzt werden. Das ist in den meisten Fällen die günstigere Variante, wie das Beispiel Frontscheibe zeigt: «Sie zu reparieren, kostet rund 300 Franken und ist damit rund drei bis vier Mal günstiger als sie auszutauschen», rechnet Villiger.

 

Um zu erkennen, ob ein Bauteil tatsächlich ersetzt werden muss, setzt die AXA auf künstliche Intelligenz. «Dank den Lösungen unserer Tochterfirma Noimos können wir Motorfahrzeugschäden flächendeckend mit KI analysieren. Das hilft uns unter anderem, die Reparaturquote zu erhöhen», sagt Michael Villiger.

 

Kundinnen und Kunden befürchteten oft, dass eine Reparatur weniger wertig sei als ein vollständiger Ersatz, so Villiger. Er kann jedoch beruhigen: «Eine fachgerecht ausgeführte Reparatur ist qualitativ gleichwertig, beeinträchtigt den Zustand des Fahrzeugs nicht und ist erst noch umweltfreundlicher.» Falls doch ein Ersatz nötig sei, könne im Falle der Frontscheiben statt auf die Originalteile der Autobauer auf geprüfte Alternativen von unabhängigen Herstellern zurückgegriffen werden. «Diese erfüllen die gleichen Sicherheits- und Qualitätsstandards, sind aber oftmals günstiger», fährt der Schadenexperte fort.

 

Die AXA rät ihren Kundinnen und Kunden dazu, im Schadenfall nach Reparaturmöglichkeiten zu fragen. Im Frühling hat sie im Rahmen ihres Pilotprojekts «Dellen-Drive-in» über 500 Kundinnen und Kunden gezeigt, welche Reparaturarbeiten mit moderner Handwerkskunst möglich sind. Darüber hinaus setzt sie auf ihr Garagen-Partnernetzwerk und mobile Drive-ins nach Hagelereignissen, um Abläufe zu vereinfachen und Reparaturkosten möglichst tief zu halten.

 

https://www.axa.ch/de/privatkunden.html 

 

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