Schweizer Automarkt weiter mit angezogener Handbremse
Posted by: Mario Borri
Der Neuwagenmarkt bleibt auch im April 2026 mit 18’618 Zulassungen (-0,2%) auf einem tiefen Niveau. Kumuliert von Januar bis April ergibt sich mit rund 71’600 Autos ein minimales Plus von 0,3%.
Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein hat im April 2026 an Dynamik verloren. Mit 18’618 Neuzulassungen bleibt das Monatsresultat verglichen mit dem Vorjahreswert von 18'664 Fahrzeugen quasi unverändert (-0,2%).
Kumuliert in den ersten vier Monaten des Jahres ergibt sich ein Volumen von rund 71’600 Personenwagen, was nur einem hauchdünnen Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr entspricht. Damit setzt sich die verhaltene Marktentwicklung des ersten Quartals fort. Auch im April konnten reinelektrische Antriebe und Plug-in-Hybride weiter zulegen. Diese Steckerfahrzeuge machten im April 37,5 Prozent der Neuzulassungen aus. Der Anteil der Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr beträgt kumuliert 34,7 Prozent.
Reinelektrische Fahrzeuge (BEV) legten seit Anfang Jahr gegenüber Vorjahr um 13,3 Prozent zu, während Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Plus von 27,0 Prozent deutlich stärker wachsen. Die Hybrid-Fahrzeuge legten um 1,8 Prozent zu. Daraus resultiert ein weiter rückläufiger Markt von reinen Benzin- und Diesel-Antrieben.
Thomas Rücker, Direktor von Auto-Schweiz, kommentiert: «Die Elektrifizierung des Fuhrparks legt weiter zu – auch wenn die reinelektrischen Antriebe noch unter den Erwartungen liegen. Der Druck auf die Automobilwirtschaft bleibt ungebrochen hoch, weil sich der Gesamtmarkt noch nicht erholt.»
Neue Personenwagen sind ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Klimaziele. Sie leisten einen grossen Beitrag zur Erneuerung des Fahrzeugbestands und zur Reduktion von CO?-, Feinstaub- und Lärmemissionen. Gleichzeitig erhöhen sie dank moderner Assistenzsysteme die Sicherheit im Strassenverkehr. Eine nachhaltige Marktentwicklung ist daher auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive zentral.



