23.03.2026

REP-TALK #04: Wie sich die Schweizer Reparaturbranche neu aufstellt

In der vierten REP-TALK-Ausgabe diskutiert Enzo Santarsiero mit Experten im Carvolution Outlet Langenthal (BE) zentrale Themen der Schweizer Reparaturbranche: Stundenansätze, OEM-Vorgaben, Flottenanforderungen sowie Nachhaltigkeit und Subventionen.

REP-TALK #04: Wie sich die Schweizer Reparaturbranche neu aufstellt

Der Talkmaster und seine Gäste (v. l.): Enzo Santarsiero, Marc Wyssling, Massimo Di Giovanni, Nicola Schraven und Philipp Lesemeister.

Die vierte Sendung bietet erneut einen tiefen Einblick in die Dynamik der Branche. Enzo Santarsiero betont die zentrale Fragestellung: «Die Stundenansätze verändern sich rasant. Wie können Betriebe wirtschaftlich bleiben, ohne Qualität und Nachhaltigkeit zu opfern?» Dabei stellt er klar, dass die Branche gefordert ist, sich aktiv auf neue Technologien, Prozesse und regulatorische Vorgaben einzustellen.

 

Perspektiven von Flotten und Herstellern

Marc Wyssling, Head of Helvetic Motion AG Fleet, zeigt die Sicht der Flottenbetreiber auf: «Im europäischen Vergleich fahren wir in der Schweiz stets Neuwagen. Ein gebrauchtes Fahrzeug darf auch mal einen kleinen Kratzer haben oder eine Beule. Die Autovermieter bezahlen da oftmals versteckte Restwertstützen an die Importeure.» Damit machte er deutlich, wie Flottenbetreiber in der Schweiz ihre Fahrzeuge nutzen und deren Wert aktiv steuern.

Massimo Di Giovanni, COO & VR der TDC Gruppe, unterstreicht die Rolle der OEM-Vorgaben: «OM-Vorgaben bleiben Taktgeber. Neue Anforderungen in den Betrieben treiben den Stundenansatz. Eine effiziente Mobilität strebt den Schnittpunkt von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit an.»

Nicola Schraven, Leiter Support & Innovation Carrosserie bei der AMAG Group, weist auf die Bedeutung nachhaltiger Strategien hin: «Wir achten auf OM-Vorgaben und setzen zugleich kraftvolle Zeichen für eine nachhaltige Zukunft.»

 

Zwischen Qualität, Nachhaltigkeit und Zukunft

Als Gastgeber bringt Philipp Lesemeister, CPO von Carvolution AG, die Perspektive der Betriebe ein: «OM-Vorgaben sind wichtig für die Qualität und die Sicherheit, aber sie dürfen die Reparatur nicht unnötig verhindern. Die Zukunft der Branche liegt darin, verantwortungsvoll zu reparieren, statt vorschnell zu ersetzen.»

Abschliessend macht REP-TALK #04 deutlich, dass die Schweizer Reparaturbranche heute in einem Spannungsfeld aus wirtschaftlichen Zwängen, steigenden Anforderungen und technologischem Wandel agiert. Erfolgreich werden jene Betriebe sein, die ihre Prozesse flexibel gestalten, Standards mit Qualität und Nachhaltigkeit verbinden und zugleich den wachsenden Ansprüchen von Kunden und Herstellern gerecht werden. (pd/mb)

 

Die Sendung kann ab dem 26. März 2026 um 17 Uhr auf der REP-TALK-Webseite gestreamt werden.

 

https://reptalk.ch/

 

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