20.04.2026

Mahle steigert Ergebnis trotz schwieriger Märkte

Der Autozulieferer Mahle verbessert 2025 sein operatives Ergebnis und bleibt profitabel – trotz schwacher Märkte, Wechselkurseffekten und Restrukturierungskosten. Umsatz sinkt auf 11,3 Milliarden Euro.

Mahle steigert Ergebnis trotz schwieriger Märkte

Mahle-CEO Arnd Franz (r.) und CFO Markus Kapaun.

Der Technologiekonzern Mahle hat im Geschäftsjahr 2025 seine operative Ertragskraft verbessert und einen Jahresüberschuss erzielt. Damit bestätigt das Unternehmen seinen Turnaround aus den Vorjahren – trotz geopolitischer Unsicherheiten, neuer US-Zölle und anhaltender Marktvolatilität. 

Der Umsatz ging auf 11,3 Milliarden Euro zurück. Hauptgründe waren Wechselkurseffekte, Verkäufe von Unternehmensteilen sowie eine schwächere Nachfrage in wichtigen Märkten. Bereinigt um Sondereffekte stieg das operative Ergebnis (EBIT) auf 442 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich auf 3,9 Prozent. 

 

Schwache Nachfrage belastet Umsatz

Vor allem in Europa und Nordamerika dämpften rückläufige Fahrzeugproduktionen die Geschäftsentwicklung. Auch die Elektrifizierung verlief langsamer als erwartet. Zusätzlich belasteten Währungseffekte und Portfolioveränderungen den Umsatz. 

Während der Bereich «Powertrain and Charging» leicht wuchs, blieb «Thermal and Fluid Systems» stabil. Das Ersatzteilgeschäft legte moderat zu. Regional entwickelten sich vor allem Indien sowie Nord- und Südamerika positiv, während Europa und China rückläufig waren. 

 

Effizienzmassnahmen zeigen Wirkung

Mahle steigerte seine Produktivität, senkte Kosten und passte Kapazitäten an die geringere Nachfrage an. Dadurch konnten Belastungen durch Inflation, höhere Materialkosten und Zölle überkompensiert werden. Gleichzeitig reduzierte der Konzern seine Nettoverschuldung auf rund 1,03 Milliarden Euro und verbesserte die Eigenkapitalquote auf 21,9 Prozent. 

 

Fokus auf Elektrifizierung und neue Geschäftsfelder

Strategisch setzt Mahle weiter auf Elektrifizierung, Thermomanagement und effiziente Verbrennungstechnologien. Rund 70 Prozent der Patentanmeldungen entfielen auf elektrische Anwendungen. Insgesamt investierte der Konzern 607 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. 

Zugleich baut Mahle neue Geschäftsfelder ausserhalb der Automobilindustrie aus, etwa in der Infrastruktur, bei Batteriespeichern oder in der Rechenzentrumskühlung. 

 

Stellenabbau und anhaltender Anpassungsdruck

Angesichts schwacher Märkte passt Mahle sein Produktionsnetzwerk weiter an. 2025 sank die Beschäftigtenzahl um rund fünf Prozent auf gut 64’000. Standorte wurden geschlossen oder verkauft, insbesondere in Europa und Nordamerika. 

Der Konzern rechnet damit, dass der Konsolidierungsdruck – vor allem in Europa – hoch bleibt. Gründe sind stagnierende Märkte und regulatorische Vorgaben. 

 

Ausblick bleibt vorsichtig

Mahle sieht sich weiterhin in einem unsicheren Umfeld und setzt seinen Anpassungskurs fort. Ziel bleibt profitables Wachstum bei gleichzeitig höherer Wettbewerbsfähigkeit.

 

https://www.mahle.com/de/

 

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