26.02.2026

Bridgestone: Virtuelle Reifenentwicklung mit Driver-in-the-Loop-Simulator

Bridgestone hat mit der vollständigen Inbetriebnahme seines hochmodernen Fahrsimulators einen wichtigen Meilenstein in seiner Entwicklung digitaler Reifen erreicht.

Der VI-grade DiM500 Driver-in-the-Loop (DiL)-Simulator, der im Forschungs- und Entwicklungszentrum des Unternehmens in der Nähe von Rom installiert wurde, ermöglicht es Bridgestone, die Reifenleistung in einer vollständig virtuellen Umgebung zu bewerten.

 

«Bridgestone gilt bereits als Pionier in der digitalen Reifenentwicklung – seit mehr als einem Jahrzehnt nutzt das Unternehmen virtuelle Entwicklungstechnologien. Durch die Integration des Fahrers in den digitalen Entwicklungszyklus fügt diese Investition unserem sich weiterentwickelnden Ökosystem ein entscheidendes neues Element hinzu», sagt Mattia Giustiniano, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung bei Bridgestone West. «Die Inbetriebnahme des Simulators ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit unserer Forschungs- und Entwicklungsprozesse und eröffnet gleichzeitig beispiellose Möglichkeiten zur Förderung von Innovationen.»

 

Der Simulator verfügt über eine grosse mobile Plattform mit einem Bewegungsbereich von fünf Metern und einem Cockpit aus Kohlefaser, wodurch der Fahrer in eine hyperrealistische Umgebung eintaucht, die das Fahren in der realen Welt nachahmt. Dieser Bewegungsbereich ermöglicht die Reproduktion von Kräften, die denen physikalischer Tests entsprechen, und erlaubt so eine hochpräzise Analyse.

 

Durch die Kombination von High-Fidelity-Simulationen mit subjektivem Fahrer-Feedback – zusammen mit historischen Daten und künstlicher Intelligenz (KI) – ermöglicht diese neue Funktion frühere und genauere Designentscheidungen. Damit kann Bridgestone eine deutlich grössere Anzahl von Reifenspezifikationen als bei herkömmlichen physikalischen Tests in kürzerer Zeit und unter einer grösseren Bandbreite von Bedingungen bewerten. Physikalische Tests, die nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses von Bridgestone ausmachen, können nun für die letzten Phasen der Reifenvalidierung reserviert werden.

 

Der neue DiL-Simulator von Bridgestone reduziert den Bedarf an physischen Reifenprototypen erheblich. Durch seine Einführung sollen jährlich bis zu 12’000 Versuchsreifen eingespart werden, was zu einer erheblichen Verringerung der Umweltbelastung beiträgt.

 

Die bekannte Virtual Tyre Development (VTD)-Technologie von Bridgestone ermöglicht bereits eine Reduzierung des Rohstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen in der Entwicklungsphase von Erstausrüstungsreifen um bis zu 60 Prozent.

 

Die Integration des DiM500-Simulators beschleunigt auch die Markteinführung, da Reifen und Fahrzeuge parallel entwickelt werden können. Dies unterstützt eine engere Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern und stärkt die Fähigkeit von Bridgestone, massgeschneiderte Reifen zu entwickeln, die das Leistungspotenzial jedes Fahrzeugs maximieren.

 

Der Simulator unterstützt zwar hauptsächlich die Bewertung des Fahrverhaltens auf trockener Fahrbahn, wird jedoch auch für die Bewertung eines breiteren Spektrums von Leistungsbedingungen erweitert. Unterstützt durch die umfassenden Investitionen von Bridgestone in Forschung und Entwicklung weltweit wird das Unternehmens weiter gestärkt, den sich wandelnden Anforderungen von Fahrzeugherstellern und Endverbrauchern ideal gerecht zu werden.

 

www.bridgestone.ch 

 

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