05. September 2016

Tom Lüthi sensationeller Sieger in Silverstone

Nur zwei Wochen nach seinem schweren Sturz im Training zum GP von Tschechien in Brünn gewann Thomas Lüthi (Garage Plus Interwetten) in fantastischer Manier den Moto2-GP von Grossbritannien in Silverstone.

Tom Lüthi sensationeller Sieger in Silverstone

Bei der zwölften Runde zur diesjährigen Weltmeisterschaft startete Lüthi vom zehnten Platz aus und drang rasch bis zur Spitzengruppe vor. Ab der sechsten von total 18 Runden erhöhte der Schweizer das Tempo und übernahm nur zwei Runden später mit einem brillanten Manöver bei hohem Tempo die Führung von Weltmeister und WM-Leader Johann Zarco (Frankreich). Danach spulte Lüthi in einem regelmässigen, hohen Rhythmus die Restdistanz ab, während dahinter der Kampf Zarco gegen Sam Lowes mit einem Sturz des Briten und einer 30-Sekunden-Strafe für den Franzosen wegen unverantwortlichem Fahren endete.

 

Nach dem Zwischenfall hatte Lüthi eine Sekunde Vorsprung auf die weiteren Verfolger, den er bis zur Zieldurchfahrt sicher aufrecht erhielt. Es war Lüthis 12. GP-Sieg (fünf in der 125-ccm-, sieben in der Moto2-Klasse); Silverstone war die achte Strecke, auf der Lüthi bereits gesiegt hat (Le Mans/F, 4 Siege; Sepang/MAL, 2; Brno/CZ, Phillip Island/AUS, Valencia/E, Motegi/J, Losail (Q) und Silverstone, je 1 Sieg).

 

Frédéric Corminboeuf, der Chef von CGBM Evolution, welche die beiden Teams unter einem Dach vereint, war entsprechend glücklich: «Vor zwei Wochen in Brünn waren wir alle sehr nervös, und ehrlich gesagt, haben wir nie daran gedacht, dass Tom so rasch wieder so stark sein wird, wie er es heute gezeigt hat. Dieser Sieg ist der Dank für seine Anstrengungen, seinen Mut und auch sein Dank an das Team, das voll hinter ihm steht. Heute hat er bewiesen, dass er der Chef im Ring sein kann. Er hat die komplette Distanz mit einem sehr hohen Rhythmus gehalten, und das Manöver, mit dem er Johann Zarco von Platz 1 verdrängt hat, straft alle Kritiker, die ihn als etwas zu nett einstufen, Lügen. Das war Kampfgeist in Reinkultur! Iker Lecuona (carXpert Interwetten) hat ein sehr gutes Rennen gezeigt, er kam nur 30 Sekunden hinter Sieger Lüthi ins Ziel. Das ist ein hervorragendes Resultat für einen Neuling und zeigt Ikers hohes Potential auf. Falls Dominique Aegerter, dem wir natürlich eine so rasche Genesung wie möglich wünschen, in Misano am kommenden Wochenende nicht dabei sein kann, erhält er eine zweite Moto2-GP-Chance. Etwas schwieriger war es für Robin Mulhauser (carXpert Interwetten); schade, denn am Samstag in der Qualifikation hat er uns Interessantes gezeigt.»

 

Thomas Lüthi (Garage Plus Interwetten, Sieger) «Heute war wirklich ein ganz spezieller Tag für mich, wenn man berücksichtigt, was vor zwei Wochen geschehen ist. Nach meiner schweren Hirnerschütterung von Brünn und ohne normales Training wusste ich nicht einmal, ob ich in Silverstone überhaupt würde fahren können. Da es während der Trainings meistens geregnet und wir alle nur wenige Runden im Trockenen absolvieren konnten, war beim Start keiner wirklich perfekt vorbereitet und wusste, was ihn erwarten würde. Und wie würden sich die Reifen über die Distanz verändern? Ich habe sehr schnell einen guten Rhythmus gefunden und auch gemerkt, dass ich etwas schneller fahren konnte wie meine Gegner. Also habe ich die Führung übernommen und diese bis ins Ziel verteidigt. Der Unfall zwischen Lowes und Zarco? Ich habe ihn auf der grossen Leinwand gesehen, aber ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass sie so nahe an mir dran waren.» (pd/ir)

 

www.derendinger.ch

 

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