20. November 2009

Velowege und Wasserstoffautos: Kopenhagen will Öko-Metropole werden

Noch mehr Radfahrwege in der City und eine erste Flotte von Wasserstoffautos – das sind zwei Verkehrsinitiativen, mit denen die dänische Hauptstadt sich über ihre Rolle als Gastgeber für die Anfang Dezember beginnende Klimakonferenz hinaus auch als aktiver Teilnehmer an den weltweiten Bemühungen zur Begrenzung der CO2-Emissionen profilieren will. Und um auch jedem einzelnen Konferenzteilnehmer die Gelegenheit zu einem ganz persönlichen Beitrag am gemeinsamen Ziel zu geben, stellt ihnen die Stadt kostenlos Fahrräder zur Verfügung.

Velowege und Wasserstoffautos: Kopenhagen will Öko-Metropole werden

Velostadt Kopenhagen. Die Dänen wollen Umweltvorbild sein.

Eine Senkung der CO2-Emissionen um 80.000 Tonnen pro Jahr bis 2015 verspricht sich die Kopenhagener Verwaltung von der konsequenten Förderung des Radfahrverkehrs, der statt bislang rund 33 Prozent künftig 50 Prozent des innerstädtischen Verkehrs ausmachen soll. Ein besonderer Schwerpunkt bei der Erweiterung des bereits 350 Kilometer langen Netzes von Radwegen und Fahrspuren für Radfahrer sind die bereits 40 Kilometer langen grünen Radfahrerrouten, die auf insgesamt 110 Kilometer verlängert werden sollen. Als strikt vom Autoverkehr getrennte spezielle Radfahrerrouten, zu denen im Hafenbereich sogar eigene Brücken gehören, sollen sie das Radfahren nicht nur attraktiver, sondern vor allem auch sicherer machen.

 

Neben dem ausdrücklich erklärten Ziel, zur velofahrerfreundlichsten Stadt der Welt zu werden, setzt Kopenhagen beim Autoverkehr zugleich auf besonders emissionsarme Antriebe. Als erster Meilenstein auf diesem Weg wurde erst vor wenigen Tagen die erste Wasserstofftankstelle der dänischen Hauptstadt eröffnet. Zugleich wurden die ersten acht einer künftigen Flotte von 15 Wasserstoff-Fahrzeugen für die Stadtverwaltung in Betrieb genommen. Bei denen handelt es sich um 13 Elektrofahrzeuge des norwegischen Herstellers Think, die vom dänischen Wasserstoffspezialisten H2 Logic, der auch die Wasserstofftankstelle in Kopenhagen errichtet hat, auf den Betrieb mit Brennstoffzellen umgerüstet wurden. Zwei weitere Fahrzeuge der Kopenhagener Wasserstoff-Flotte stammen vom französischen Hersteller Mega-Aixam.

 

Zusammen mit einer ebenso grossen Flotte vom Elektrofahrzeugen mit Batterie sollen die Fahrzeuge dazu beitragen, Kopenhagens CO2-Emissionen bis 2015 um 20 Prozent gegenüber 2005 zu verringern. Fernziel der dänischen Hauptstadt ist es, als sogenannte „Eco-Metropole" bis zum Jahr 2025 CO2-neutral zu werden.

(red/automobilreport)

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